Zum Kampfleiter kann jeder werden, der Engagement und die
körperlichen Eigenschaften dazu besitzt. Die Aufgaben hören sich zunächst auch relativ einfach an:
 
Die Aktionen der Ringer müssen bewertet werden und der
Mattenleiter beendet den Kampf mit dem Sieg eines Athleten. Das kann eigentlich jeder!
 
Ganz so einfach ist es allerdings nicht: Die Arbeit eines Kampfrichters
ist viel komplexer. Bis zum Erhalt der Lizenz durchläuft ein Anwärter
verschiedene Stufen der Ausbildung. Er muss die gültigen Regeln (zum Beispiel die Punkteverteilung) lernen und verstehen, sie anzuwenden. Überdachtes und gerechtes Handeln vor allem in Konfliktsituationen ist extrem wichtig.
 
Deshalb gehört zur Ausbildung auch der Dienst auf der Matte. Klare Zeichensprache und eine gewisse Routine kommen ja nicht von alleine - sie müssen eingeübt werden.
Dabei helfen ausgebildete Mattenleiter und Referenten. Regelmäßige Lehrgäng und Schulen den "Neuling" zusätzlich. Auch während der aktiven Zeit als lizenzierter Kampfleiter werden weiterhin Prüfungen
geschrieben und Lehrgänge teilgenommen.
 
Sie entscheiden mit über die Einstufung eines Kampfrichters.
 
Hat der Anwärter seine Lehrzeit absolviert, muss er eine
schriftliche und praktische Prüfung ablegen. Die schriftliche Prüfung umfasst
das Regelwerk und kampfrichterspezifische Fragen. Bei der praktischen Prüfung dagegen werden die angehenden Schiedsrichter meist bei kleineren Turnieren eingesetzt und beobachtet. Stimmen die Bewegung, das
Verhalten und die Wertungen, hat der Prüfling seine Prüfung bestanden. Er erhält eine Lizenz und ist berechtigt, Kämpfe zu leiten.
 
Die Tätigkeiten eines Kampfrichters beschränken sich nicht
allein auf die Einsätze bei Kämpfen. Auch in der Freizeit treffen sich die
Männer in Weiß/Schwarz gerne zu gemeinsamen Aktivitäten.