Ganztagsschule St. Wendel präsentierte eine ihrer Arbeitsgemeinschaften

Pyramide zum Abschluss der Präsentation der AG „Ringen und Raufen“ der Ganztagsschule St. Wendel. Foto: Ganztagsschule St. Wendel Foto: Ganztagsschule St. Wendel
Ringen und Raufen, darum geht es in einer Arbeitsgemeinschaft der Ganztagsschule St. Wendel. Da wird aber keineswegs die Gewaltbereitschaft gefördert. Im Gegenteil. Das zeigten die Schüler bei einer Veranstaltung. Die AG wird übrigens im neuen Schuljahr fortgesetzt.

Das Thema „Kämpfen im Sportunterricht“ löst häufig bei Eltern zwiespältige Gefühle aus. So stehen Kampfsportarten im Verdacht, Aggressionen zu fördern. Tatsächlich lassen sich diese Vorurteile aber durch Studien widerlegen. Wissenschaftler fanden heraus, dass gerade Kampfspiele dem Aggressionsabbau und der Selbstdisziplin dienen.

In der AG „Ringen und Raufen“, unter der Leitung von Reinhard Wagner (Ringerverband Hüttigweiler), stehen der gegenseitige Respekt und die Disziplin im Vordergrund. So erleben die Schüler durch das Ringen und Raufen mit einem Partner die eigene körperliche Kraft und Geschicklichkeit sowie die des Gegners. Des Weiteren verbessern die Schüler ihre Körperbeherrschung und werden selbstbewusster. Beim Sport lernen Jugendliche ihren Körper besser kennen und können so einerseits ihre Stärken entfalten, aber andererseits auch lernen, mit ihren Schwächen umzugehen.

Die Schüler stellen sich spielerisch im Kampf der Herausforderung, mit ihrem Gleichgewicht und der ihres Gegners zu spielen, wobei als oberstes Gebot die Einhaltung vorher festgelegter Regeln gilt. Eine wichtige Regel dabei ist, dass kein Sportler einen anderen verletzen darf. Untersuchungen zeigen, dass die Verletzungshäufigkeit beim Raufen und Ringen geringer ist als bei anderen Sportarten.

Bei der Präsentation ihrer AG zeigten die Teilnehmer einzelne Aufwärmübungen, Spiele mit Körperkontakt, Liegestützen und Doppelgriffe im Kreis.