Als einziger saarländischer A-Jugendringer wurde Steven Ecker von Bundestrainer Maik Bullmann für die Kadetten-Europameisterschaften vom 24.-30. Juli nominiert.

Im bosnischen Sarajevo wollte der Ringer des ASV Hüttigweiler angreifen und setzte sich eine vordere Platzierung als Ziel. „Ich habe gut trainiert, die Vorbereitung lief ohne Probleme und ich fühle mich fit“, so der Nachwuchssportler vor den Titelkämpfen“.
Es sollte allerdings eine unglückliche Meisterschaft für den 16-Jährigen werden: In der Gewichtsklasse bis 50 kg griechisch-römisch wurde Steven im Achtelfinal-Duell der Ungar David Kecskemeti zugelost. Engagiert und kampfeswillig ging er auch in diesen Kampf herein und führte zur Halbzeit durch eine technische Zwei-Punkte-Wertung sowie einen Passivitätszähler bereits mit 3:0. Doch im zweiten Kampfabschnitt verlor Steven etwas seine Linie, bestimmte den Kampf etwas weniger souverän wie noch zu Beginn. 50 Sekunden vor dem Ende dann der Schock: Eine kleine Unachtsamkeit Stevens nutzte der Ungar gnadenlos aus und drehte den kompletten Kampfverlauf durch einen Kopfhüftschwung. Plötzlich stand es 3:4 aus Sicht des Deutschen. Und auch in der verbliebenen Kampfzeit konnte Steven keine weiteren Akzente mehr setzen, da er durchweg in der gefährlichen Lage gehalten wurde.
Im Anschluss verlor dann der Ungar gegen den starken Vertreter aus Schweden, sodass Steven auch nicht mehr in der Hoffnungsrunde antreten durfte. „Ich bin sehr enttäuscht, der Ungar war auf jeden Fall besiegbar. Wenn man sieht, dass der Gegner am Ende Fünfter wird und man genau weiß, dass man hätte mindestens genauso weit kommen können, macht einen das sehr traurig“, so das Fazit des Nachwuchssportlers. Durch das frühe Aus bei der EM und die begrenzte Anzahl an WM-Plätzen für das deutsche Aufgebot, wurde der Saarländer auch nicht für den Jahreshöhepunkt in Athen nominiert. Einen Meisterschaft also, die Steven in keinen guten Erinnerungen bleiben wird.
Nichtsdestotrotz wird der Athlet aus Hüttigweiler auch aus diesen Erfahrungen die richtigen Schlüsse ziehen und im nächsten Jahr wieder angreifen. Zuvor steht für Steven aber noch die Bundesligasaison mit dem ASV Hüttigweiler an, bei der er sich ebenfalls mit vielen leistungsstarken Sportlern messen kann.