Vom 28. März bis 2. April fanden die diesjährigen U23-Europameisterschaften im ungarischen Szombathely statt. Gleich fünf Saarländer wurden für diese internationale Meisterschaft nominiert und konnten sich mit den besten Ringern Europas messen.

Im Freistilbereich gingen mit Valentin Seimetz (57 kg), Nico Zarcone (61 kg) und Gennadij Cudinovic (97 kg) drei Bundesligaringer vom KSV Köllerbach an den Start, im Greco-Bereich vertraten ihr Teamkollege Etienne Kinsinger (59 kg) sowie Muhammet Yasin Yeter (66 kg) vom KV Riegelsberg die Farben des Saarlandes.

Zu Beginn der Meisterschaften durften die Freistilringer ihr Können beweisen. Herauszuragen ist hier die Leistung Cudinovics, der als einziger Schützling des Bundestrainers Jürgen Scheibe eine Medaille gewinnen konnte. Nach einem spektakulären 16:8-Auftaktsieg gegen den Franzosen Jordan Noblet konnte sich der Köllerbacher auch im Viertelfinale souverän durchsetzen. Mit einem technischen Überlegenheitssieg (10:0) gegen den Slovaken Gabriel Tysz zog Cudinovic ins Halbfinale ein. Dort traf er auf den Juniorenweltmeister von 2014, den Russen Georgii Gogaev. Dieser war an diesem Tag eine Nummer zu groß für den Deutschen, mit 0:10 zog Cudinovic den Kürzeren. Nichtsdestotrotz stand der Saarländer damit im Finale um die Bronzemedaille am Abend. Gegen den Lokalmatadoren Attila Juhasz musste Gennadij auch gegen das Publikum ankämpfen, das lautstark ihren Schützling unterstützte. Doch durch eine ruhige wie konzentrierte Leistung ließ der 22-Jährige nichts anbrennen und gewann erneut vorzeitig mit 11:0. Die Bronzemedaille war für diese starke Turnierleistung der verdiente Lohn.

Ebenso um die Medaillen kämpfen wollten Valentin Seimetz und Nico Zarcone. Dementsprechend motiviert und kampfeswillig gingen beide auch in ihre Auftaktduelle. Allerdings mussten sich beide trotz starken Leistungen jeweils geschlagen geben. Valentin unterlag Ivan Zamfirov aus Moldawien mit 1:8, während Nico nach einer Unachtsamkeit seine Führung gegen den Aserbaidschaner Ali Rahimzade noch hergeben musste und äußerst unglücklich mit 3:5 den Kürzeren zog. Beide Gegner erreichten im Endklassement den dritten Platz, der mit etwas mehr Glück auch für die beiden Saarländer hätte herausspringen können. So belegte Valentin den elften Platz, Nico fand sich auf Rang 13 wieder.

Ähnlich sollte es auch den beiden griechisch-römisch Athleten ergehen. Vor allem Etienne Kinsinger traute man nach seiner Bronzemedaille im vergangenen Jahr erneut eine Medaille zu, jedoch wirkte dieser in seinen Kämpfen sehr kraftlos und konnte so keineswegs die Turnierleistung aus 2016 wiederholen. Trotzdem zog er dank eines glücklichen 3:2-Sieges gegen den Polen Przemyslaw Piatek immerhin ins Viertelfinale ein, welches er jedoch dann gegen den Türken Abdurrahman Altan mit 1:2 verlor. Somit musste sich der 20-Jährige mit dem achten Platz zufrieden geben. Auch „Momo“ Yeter agierte unglücklich am Abschlusstag der Meisterschaften. Sein Auftaktduell gegen den Aserbaidschaner Sanan Suleymanov ging mit 0:6 verloren, da dieser das Finale ebenfalls verfehlte, schied auch der Riegelsberger vorzeitig aus und belegte Platz 23.