28,15,0,50,1
25,600,60,1,5000,1000,25,2000
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Im Blog finden Sie aktuelle Berichte und Info's rund um den saarländischen Ringersport.

DM-Greco 2018 in Burghausen

Kinsinger verteidigt Titel, Quartett holt Bronze bei DM in Burghausen

 

Die Deutschen Meisterschaften der Männer griechisch-römisch hatten es in sich. Nicht nur die knapp 550 Kilometer weite Anreise ins bayerische Burghausen strapazierte die Nerven der saarländischen Truppe um die Landestrainer Frank Hartmann und Albert Nurov, auch sportlich ging es heiß her in vielen spannenden und hart umkämpften Begegnungen.

Elf Saarringer erhielten die Nominierung für das nationale Highlight, wovon sich ganze acht Athleten für ein Finale um die Medaillen qualifizierten. Letztendlich sicherten sich gleich fünf Sportler eine Medaille, womit sich das saarländische Team einen hervorragenden dritten Platz in der Länderwertung erkämpfen konnte.

 

Die Platzierungen und Leistungen unserer Sportler im Einzelnen:

 

Steven Ecker – 5. Platz (55 kg / KSV Köllerbach):

Als jüngster Athlet im Team hatte Steven keinen großen Druck, wenngleich er als amtierender deutscher Juniorenmeister bereits zu den Geheimfavoriten auf eine Medaille gehandelt wurde. Dies unterstrich der 17-Jährige mit zwei souveränen Siegen gegen Pierre Vierling (Sachsen) und Erik Tangel (Bayern) zum Auftakt, womit er sich für das Halbfinale qualifizierte. Dort traf er auf Alexander Ginc aus Württemberg, dem er ein Duell auf Augenhöhe bot und bis kurz vor Schluss sogar in Führung lag. Doch im entscheidenden Moment agierte Ginc cleverer und punktete zum knappen 3:4-Endstand aus Sicht des Saarländers. Somit stand Steven im Finale um Bronze gegen Johannes Lenz aus Bayern. In diesem Duell ging Steven eher als Favorit auf die Matte, doch nach einer schnellen 4:1-Führung verlor der Köllerbacher zunehmend das Konzept und gab den Kampf im zweiten Abschnitt noch mit 4:6 aus der Hand. Somit steht am Ende zwar ein unglücklicher fünfter Platz, der dem jungen Saarländer aber sicherlich viel Erfahrung für die Zukunft bringen wird.

 

Etienne Kinsinger – 1. Platz (60 kg / KSV Köllerbach):

Als Titelverteidiger gehörte Etienne auch in diesem Jahr zu den Favoriten in dieser Gewichtsklasse. Durch zwei technisch überlegene Siege am Samstag über Jason Markgraf (Hessen) und Marvin Scherer (Pfalz) zog er auch ungefährdet ins Finale ein, wo es zum Showdown gegen seinen Dauerrivalen und Nationalmannschaftskollegen Christopher Kraemer (Bayern) kam. Es entwickelte sich ein äußerst spannendes Duell, welches der Saarländer durch eine Technik am Mattenrand mit anschließendem Durchdreher für sich entscheiden konnte. Der 5:1-Sieg bescherte Etienne den deutschen Meistertitel und somit die Titelverteidigung. "Das war ein wichtiger Sieg, vor allem für mein Selbstvertrauen. Ich konnte Christopher sehr lange nicht mehr besiegen". Insgesamt zum dritten Mal konnte der 21-Jährige bereits die Meisterschaft im Herrenbereich gewinnen und somit sicherlich Pluspunkte beim Bundestrainer für weitere Maßnahmen in diesem Jahr sammeln.

 

Henrik-Lars Schmitt – 8. Platz (63 kg / KV Riegelsberg):

Für „Henner“ war das Turnier leider bereits nach einem Kampf beendet. Im Duell gegen Pascal Hilkert (Nordbaden) zeigte sich der Riegelsberger zwar engagiert und kampfesstark, in den entscheidenden Momenten agierte der Junior allerdings zu unachtsam, sodass sein Kontrahent immer wieder davonziehen konnte. Nach dem 3:8 war das Turnier beendet, da Hilkert das Finale verfehlte.

 

Dennis Decker – 5. Platz (63 kg / KV Riegelsberg):

Der Neu-Riegelsberger startete mit einem 6:1-Erfolg über Luca Lauble (Südbaden) ins Turnier und stand damit bereits im Halbfinale. Dort musste er nach gutem Beginn die Überlegenheit des immer stärker werdenden Andrej Ginc aus Mecklenburg-Vorpommern anerkennen (4:15). Trotzdem war die Hoffnung auf Edelmetall noch nicht begraben, am Sonntag durfte Dennis im Kampf um Platz drei nochmal gegen Dustin Scherf (Sachsen) ran. Doch auch in diesem Kampf hatte der Saarländer einen schweren Stand, in der zweiten Runde konnte der Sachse gar einen Schultersieg verbuchen – somit Rang fünf für Dennis.

 

Marc-Antonio von Tugginer – 5. Platz (67 kg / KSV Köllerbach):

Ebenfalls Fünfter wurde „Toni“ von Tugginer eine Gewichtsklasse höher. Nach starkem Beginn gegen den altbekannten Momo Yeter (1:1-Sieg durch die letzte Wertung) aus Mainz, kam Euphorie hinsichtlich einer Medaille für den Saarländer auf. Doch trotz maximalem Einsatz und Kampfeswillen schaffte es der Köllerbacher weder im Halbfinale gegen Witalis Lazovski (Bayern), noch im Kampf um Bronze gegen Niklas Ohff (Sachsen) nicht, eine technische Wertung zu erzielen, sodass er in beiden Duellen knapp mit 1:3 den Kürzeren zog. Ein bitteres Ergebnis für den Saarländer, der in allen Kämpfen alles in die Waagschale warf und sicherlich Edelmetall verdient gehabt hätte.

 

Timo Badusch – 3. Platz (72 kg / KSV Köllerbach)

Sicherlich das härteste Programm dieser Meisterschaft hatte Timo Badusch. Gleich fünf Mal ging der Saarländer auf die Matten in Burghausen, wovon er vier Mal als Sieger hervorging. Lediglich gegen Doppelweltmeister Frank Stäbler (Württemberg) hatte Badusch mit 1:4 das Nachsehen, wobei bei etwas anderer Aktivitätsauslegung sicherlich auch ein Sieg im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Somit erkämpfte sich Badusch Rang drei - in der Hoffnungsrunde revanchierte er sich zudem bei Maximilian Schwabe (Sachsen) beim 5:5-Sieg durch die höhere Wertung für die Niederlage im Frühjahr bei den Thor Masters. Im Kampf um Bronze ließ er dem Württemberger André Ehrmann beim 9:0 keine Chance.

 

Urs-Philipp von Tugginer – 8. Platz (72 kg / ASV Hüttigweiler)

Für den ASV Hüttigweiler ging Urs-Philipp von Tugginer an den Start. Er legte beim 8:0 einen Einstand nach Maß gegen Tim Wist (Württemberg) hin, musste im Anschluss jedoch die technische Überlegenheit des Brandenburgers Marc Wentzke anerkennen. Da Wentzke im Halbfinale scheiterte, platzierte sich Urs auf Rang acht im Endklassement.

 

Pajtim Sefaj – 3. Platz (77 kg / KSV Köllerbach)

Eine starke Turnierleistung zeigte Pajtim Sefaj, der zum ersten Mal eine Medaille bei Deutschen Meisterschaften gewinnen konnte. Mit 8:0 fertigte er sowohl Marco Bräuning (Südbaden) im Achtelfinale, als auch Michael Prill (Bayern) in der Hoffnungsrunde sowie Florian Frank (Sachsen) im Duell um Bronze ab. Lediglich im Viertelfinale musste sich Pajtim dem Nationalmannschaftsringer Florian Neumaier (Südbaden) beugen, beim 4:6 zeigte der Saarländer allerdings eine gute Leistung, gegen Ende des Kampfes ging im hier allerdings ein wenig die Puste aus. Trotzdem ist Rang drei ein großer Erfolg für den Neu-Köllerbacher!

 

Konstantin Schneider – 9. Platz (82 kg / KSV St. Ingbert)

Seine letzten Deutschen Meisterschaften hatte sich Altmeister „Kosta“ Schneider sicherlich anders vorgestellt. Gleich im ersten Kampf traf der St.Ingberter auf Favorit Roland Schwarz (Bayern), dem er mit 0:9 unterlegen war. Überraschend scheiterte Schwarz im Halbfinale, sodass der 43-Jährige nicht mehr über die Hoffnungsrunde eingreifen konnte.

 

Sebastian Janowski – 3. Platz (87 kg / AC Heusweiler):

Beständig auf Rang drei reiht sich Jahr für Jahr Sebastian Janowski ein. Doch dieses Jahr wäre die Silbermedaille sicherlich drin gewesen. Nach einem starken Kampf in der Qualifikation (2:2-Sieg durch die letzte Wertung) gegen Nachwuchstalent Arian Güney (Nordbaden) und einem souveränen 8:0 im Viertelfinale gegen Leonhard Tasche (Hessen), stand der Mann des AC Heusweiler im Halbfinale. Dort beherrschte er eigentlich den gesamten Kampf, doch kurz vor Ende nutzte Simon Weißhaar (Südbaden) eine Unachtsamkeit des Saarländers gnadenlos aus und zerstörte damit den zum Greifen nahen Finaleinzug. Im Bronzeduell zeigte sich Sebastian allerdings von diesem Schock gut erholt und besiegte Matthias Amrhein (Hessen) sicher mit 8:0. Erneut also Platz drei für den Saarringer.

 

Jan Fischer – 3. Platz (87 kg / KV Riegelsberg):

Die fünfte Medaille für den SRV steuerte Routinier Jan Fischer bei. Und diese musste hart erarbeitet werden. Gleich zu Beginn des Turniers musste Jan einen 0:4 Rückstand zur Pause gegen Nikolaos Papadopoulos (Südbaden) noch drehen (Endstand 7:4). Gleiches Spiel dann im zweiten Kampf: Nach einem 0:4 zur Pause gegen Nico Brunner (NRW) kam der Saarländer spät noch einmal zurück in den Kampf und drehte die Begegnung beim 8:6 erneut zu seinen Gunsten. Im Halbfinale musste er jedoch die Fähigkeiten des Vize-Weltmeisters Denis Kudla (Pfalz) anerkennen, beim 0:3 verkaufte sich Jan aber teuer. Im Finale um Platz drei sicherte sich der Saarringer durch einen Durchdreher am Boden den 3:1-Sieg und somit das verdiente Edelmetall.

 

 

Mit einem Titel und insgesamt fünf Mal Edelmetall kehrten die saarländischen Greco-Ringer zufrieden zurück ins Saarland, obwohl durchaus noch die ein oder andere bessere Platzierung möglich gewesen wäre. Dennoch zeigt Rang drei in der Länderwertung, dass die Form im Team durchweg gestimmt hat.

Gleiches erhoffen wir uns von unseren Freistil-Spezialisten, die an diesem Wochenende in Aschaffenburg die neuen deutschen Meister küren. Der SRV wird dort mit acht Sportlern an den Start gehen.

 

Bericht: Etienne Kinsinger

Foto: Marion Stein


 

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