Es hat nicht sollen sein. Gleich im ersten Kampf der Kadetten-Europameisterschaft in Stockholm traf Steven Ecker in der Gewichtsklasse bis 50 kg auf einen starken Sportler aus Aserbaidschan, dem er mit 0:8 Punkten unterlegen war.

Die harte Arbeit vor diesen Titelkämpfen umsonst? Auf keinen Fall. Es war die erste große internationale Meisterschaft für den griechisch-römisch - Athleten vom ASV Hüttigweiler. „Ich freue mich einfach dabei zu sein und schaue, wie weit es für mich gehen kann“, erklärte Steven vor dieser EM. Durch die Auftaktniederlage konnte er leider nur einen Kampf bestreiten, da sein Kontrahent hauchdünn das Finale verfehlte. Im Falle des Finaleinzugs hätte der Sportler von Landestrainer Jens Wagner erneut ins Kampfgeschehen eingreifen, und im bestmöglichen Fall die Bronzemedaille gewinnen können. Doch so muss sich Steven mit Platz 20 begnügen. Frank Hartmann, Landestrainer der Männer, zeigte sich verärgert über eine Regeländerung: „Bei dieser Europameisterschaft durften plötzlich zwei Sportler pro Gewichtsklasse nominiert werden. Dadurch hatten die starken Ostblock-Nationen gleich zwei heiße Eisen im Feuer, was es für die westlichen Länder sehr schwer gemacht hat, in den vorderen Bereich zu kommen - vor allem im Greco-Bereich“. Das frühe Ausscheiden des Saarländers sorgte kurz nach dem Wettkampf für Ernüchterung, trotzdem soll der Blick schnellstmöglich wieder nach vorne gerichtet werden: „Ich bin nächstes Jahr erneut in dieser Altersklasse vertreten und kann dann hoffentlich zeigen, was ich drauf habe“, sagte Steven. Eventuell hat er die Möglichkeit, sein Leistungsvermögen auch noch dieses Jahr unter Beweis zu stellen, da die Weltmeisterschaften dieses Altersbereichs im Herbst stattfinden. Eine Nominierung hierfür steht allerdings noch aus. Auch wenn der Ringer aus Hüttigweiler mit dem Medaillenausgang nichts zu tun hatte, so hat er doch reichlich an Erfahrung gewonnen. Auf ein Neues.