28,15,0,50,1
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Blog

Im Blog finden Sie aktuelle Berichte und Info's rund um den saarländischen Ringersport.

Eine Saison wie keine andere – Saarländische Ringer dürfen wieder kämpfen

 

Endlich wieder Ringen! - so lautet die Parole der meisten ringkampfbegeisterten Zuschauer und Fans, wenn die neue Mannschaftsrunde beginnt. In diesem Jahr sind es allerdings auch die Sportler selbst, die sich nach monatelanger wettkampfloser Zeit endlich wieder messen können, wenn am kommenden Wochenende (3.Oktober) die Bundesliga-Saison startet. Eine Saison, die schon jetzt mit keiner anderen Runde verglichen werden kann.

Die Corona-Pandemie sorgte im Frühjahr für einen kompletten Stillstand im Sportgeschehen, alle Wettkämpfe wurden verschoben oder abgesagt und die Trainingsstätten über Monate geschlossen gehalten. „Das war schon eine sehr verrückte Zeit, wir standen kurz vor unserem Qualifikations-Turnier für Tokio, kamen aus einem Vorbereitungslehrgang in Ungarn und zwei Tage später stand die komplette Welt gefühlt still und nichts ging mehr“, so die Einblicke von Etienne Kinsinger, der wie alle anderen Saarringer in der Folgezeit eigenständig zu Hause trainieren musste. Erst in den Sommermonaten kehrte ein wenig Normalität ein, als erste Trainingseinheiten im Freien und unter Einhaltung von Hygieneregeln und Abstand abgehalten werden durften. Bis die Ringer jedoch den normalen Trainingsbetrieb mit Vollkontakt wieder aufnehmen konnten, vergingen weitere Wochen des langen Wartens.
Trotz dieser äußerst schwierigen und unbekannten Situation ist es den Verantwortlichen des Deutschen Ringer-Bundes gelungen, ein Konzept auf die Beine zu stellen, das eine diesjährige Durchführung der Bundesliga möglich macht – mit einigen Veränderungen und Einschränkungen.
Demnach blieb es den derzeitigen Bundesligisten frei zu entscheiden, ob sie an der diesjährigen Runde aussetzen möchten, um im kommenden Jahr dann ohne Einschränkungen wieder im Oberhaus mitkämpfen zu können. Eine Option, die die Verantwortlichen des AC Heusweiler gezogen haben, zu groß sei das Risiko eines Ausbruchs des Virus für Sportler, Trainer und Zuschauer. Die drei anderen saarländischen Bundesligisten (KSV Köllerbach, KV Riegelsberg und ASV Hüttigweiler) entschieden sich für die Teilnahme der diesjährigen Saison, sodass ab der kommenden Woche Spitzensport im Saarland zu sehen sein wird. „Wir haben uns entschieden, dieses Jahr rein mit unseren deutschen Sportlern auf die Matte zu gehen, um jegliche Gefahren von Sportlern, die evtl. aus Risikogebieten einreisen müssten, aus dem Weg zu gehen“, so Edgar Paulus vom KV Riegelsberg. Auch der ASV Hüttigweiler und der KSV Köllerbach haben sich dahingehend geäußert, die anstehende Runde mit überwiegend deutschen Athleten bestreiten zu wollen.
Neu in dieser Saison ist auch, dass Vereine sogenannte „Leih-Ringer“ verpflichten konnten. Damit soll den Sportlern derjenigen Vereine, die in dieser Saison aussetzen, die Möglichkeit gegeben werden, einmalig für diese Runde für einen anderen Verein an den Start zu gehen. Von dieser Regelung profitiert unter anderem Freistilspezialist Gennadij Cudinovic, der aufgrund der Absage des AC Heusweiler in diesem Jahr für den KV Riegelsberg an den Start gehen wird: „Als Sportler möchte man immer auf der Matte stehen, daher bin ich froh, dass es dieses Jahr die Option des Leih-Ringers gibt“, so der 26-Jährige.

Der Saarländische Ringerverband hat sich zudem dazu entschieden, auch die Oberliga-Saison durchzuführen. Diese soll allerdings in verkürzter Form im Turniermodus ausgetragen werden und ebenfalls auf freiwilliger Basis ausgerichtet werden. Demnach starten dieses Jahr mit dem KSV St. Ingbert, der RKG Illtal, dem KV Riegelsberg II, der RG Saarbrücken und der KG Hüttigweiler/Schiffweiler insgesamt fünf Mannschaften im saarländischen Unterhaus.

Der Start der Mannschaftsrunde steht somit unmittelbar bevor – eine Tatsache, der vor einigen Monaten noch niemand so richtig Glauben schenken mochte. Auch wenn man nicht einschätzen kann, wie sich die Fallzahlen in den kommenden Wochen entwickeln und man nicht weiß, ob die Saison überhaupt vollständig durchgeführt werden kann, und obwohl die Zuschauerzahlen stark begrenzt wurden sowie hohe Hygieneauflagen auf alle zukommen, ist die Vorfreude auf die diesjährige Saison besonders groß – Endlich wieder Ringen!


Foto: Iris Bauer

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