Vom 10. bis 12. Juni 2016 richtete die RG Saarbrücken die Deutschen Meisterschaften der Männer im griechisch-römischen Stil aus. Austragungsort war hierbei die Multifunktionshalle der Hermann-Neuberger Sportschule in Saarbrücken.

Angeführt vom Trainerteam um Frank Hartmann, Jens Wagner und Albert Nurov gingen dabei insgesamt 15 saarländische Athleten an den Start.

 

 

Die Kämpfe begannen zeitig um 9.30 Uhr mit den Qualifikationskämpfen in der Gewichtsklasse bis 59kg. Hier konnte sich Henrik Lars Schmitt vom KV Riegelsberg leider nicht gegen Nick Scherer vom SV Eschbach durchsetzen und schied somit bereits aus dem Wettkampfgeschehen aus. 

Etwas besser lief es hingegen für Dennis Decker (KSV Köllerbach), der sein Turnier mit einem Schultersieg gegen Peter Haase vom RV Thalheim begann und sich somit für das Viertelfinale qualifizierte. Dort musste er sich allerdings gegen Marvin Scherer vom VfK 07 Schifferstadt mit 0:4 geschlagen geben.

 

In der Gewichtsklasse bis 66 kg konnten sich Yannick Parisi (ASV Hüttigweiler) und Daniel Meiser (AC Heusweiler) in der Qualifikationsrunde bzw. dem Achtelfinale jeweils leider nicht gegen ihre Kontrahenten behaupten und verfehlten somit eine Platzierung im vorderen Drittel. 

 

Marc-Antonio von Tugginer (KSV Köllerbach) begann seinen Wettkampf mit Punktsiegen gegen Deniz Meneske (SV Johannis Nürnberg) und Maximilian Goßner vom TSV Westendorf. Im Halbfinale traf er anschließend auf seinen Verbandskollegen Mohammed Yasin Yeter vom KV Riegelsberg, der seine beiden vorherigen Kämpfe gegen Van Meier (ASV Urloffen) und Niklas Ohff (KFC Leipzig) jeweils technisch überlegen gewinnen konnte. 

Die beiden lieferten sich einen äußerst engen Halbfinalkampf, den Mohammed schließlich mit 1:1 gewann, da er die letzte Wertung erzielte. Somit ebnete er sich den Weg ins Finale im Kampf um die Goldmedaille, wo er auf Michael Widmayer vom TSV Ehningen stieß. Auch dieses Duell gestaltete sich als äußerst eng, doch letztendlich setzte sich Mohammed mit einem 2:2 Punktsieg, bei dem die letzte Wertung erneut an ihn ging, durch. Damit sicherte sich der Riegelsberger die erste von drei saarländischen Goldmedaillen.

Marc-Antonio traf unterdessen im Kampf um Platz Drei erneut auf Van Meier vom ASV Urloffen, gegen den er sich abermals behaupten und ihn mit einem 6:2 Punktsieg besiegen konnte. Somit folgte Marc-Antonio seinem Verbandskollegen auf das Siegerpodest und bescherte dem saarländischen Landesverband eine Bronzemedaille. 

 

In der Gewichtsklasse bis 71 kg startete Urs-Philipp von Tugginer (KSV Köllerbach) mit einem 5:3 Punktsieg gegen Tobias Löffler (RV Thalheim) in den Wettkampf, war Matthias Maasch vom SV Burghausen im darauffolgenden Achtelfinale jedoch technisch unterlegen. Da dieser sich jedoch für das Finale qualifizierte, erreichte Urs die Hoffnungsrunde, in der er als Aufgabesieger den fünften Platz belegte. 

 

Ein herausragendes Turnier rang unterdessen Timo Badusch vom KSV Köllerbach. Dario Schmidhuber (SG Weilimdorf), Nils Böhm (ASV Schaafheim) sowie Marc Wentzke (RSV Frankfurt/Oder) bezwang er jeweils souverän durch technische Überlegenheit und ebnete sich so den Weg in den Finalkampf. Sein dortiger Kontrahent Matthias Maasch hatte Timo ebenfalls nichts entgegenzusetzen und unterlag ihm mit einer 0:6 Niederlage, wodurch dieser sich fortan Deutscher Meister nennen darf. 

 

Ruhullah Gürler (KV Riegelsberg) unterlag in der Gewichtsklasse bis 75 kg Adam Juretzko (SVG Weingarten) technisch und schied somit leider aus dem Wettkampf.

Sein Vereinskollege Marius Braun (80 kg) konnte sich im Viertelfinale gegen Fabian Jänicke vom RSV Frankfurt/Oder ebenfalls nicht durchsetzen und verlor den Kampf mit 5:8. Im Kampf um Platz Drei gegen Hannes Wagner (AC Lichtenfeld) verpasste er anschließend mit einer 0:1 Niederlage denkbar knapp eine Platzierung auf dem Podest.

 

In der Gewichtsklasse bis 85 kg konnte Jan Fischer vom KSV Köllerbach seinen Kontrahenten Bastian Kurz (RSV Frankfurt/Oder) im Viertelfinale technisch überlegen besiegen, ebenso wie seinen darauffolgenden Halbfinalgegner Bogdan Eismont (ASV Nendingen). Im Finale traf Jan auf Julian Neumeier vom KSV Hofstetten, den er mit einem 2:0 Punktsieg bezwang und somit die dritte Goldmedaille für das Saarland sicherte.  

 

Sebastian Janowski vom AC Heusweiler gewann unterdessen die Qualifikationsrunde gegen Johannes Schmiege (RC Potsdam) technisch überlegen und konnte sich im folgenden Viertelfinale auch mit einem 6:3 Punktsieg gegen Arain Güney vom KSV Ispringen  durchsetzen. Gegen den späteren Finalisten Julian Neumaier hatte Sebastian im Halbfinale jedoch das Nachsehen und musste sich mit einer 1:6 Niederlage zufriedengeben. Den Kampf um Platz Drei gegen Tom Linke (FSV Stralsund) konnte der Mann vom AC Heusweiler jedoch erneut souverän für sich entscheiden und sicherte sich nach einem technisch überlegenen Sieg den Titel als Dritter Deutscher Meister. 

 

In der Qualifikationsrunde der Gewichtsklasse bis 95 kg konnten sich Akim Harouat (AC Heusweiler) und Waldemar Minsk (KV Riegelsberg) jeweils nicht behaupten und schieden somit vorzeitig aus dem Wettkampfgeschehen aus. Letzterer verlor dabei gegen seinen Verbandskollegen Till Bialek vom ASV Hüttigweiler, der im anschließenden Viertelfinale Niklas Schäfer vom ASV Mainz 88 technisch überlegen bezwang. Im Halbfinale gegen Erkan Celik (SV Johannis Nürnberg) hatte Till zwar mit einer 0:4 Niederlage das Nachsehen, konnte sich aber dennoch im darauffolgenden Kampf um Platz Drei gegen Valid Jungemann (AC Röhlingen) aufgrund eines Sieges durch technische Überlegenheit die Bronzemedaille erkämpfen und rundete damit einen aus saarländischer Sicht äußerst erfolgreichen Wettkampftag ab. 

 

Insgesamt gingen somit also jeweils drei Gold- und Bronzemedaillen sowie zahlreiche Platzierungen im vorderen Drittel auf das Konto der saarländischen Athleten, die mit ihren Resultaten höchst zufrieden sein können. Sie knüpften damit nicht nur an die zahlreichen Erfolge auf vergangenen Turnieren an, sondern bescherten dem Saarland darüber hinaus den Gesamtsieg in der Länderwertung. Dieser herausragende Erfolg ist dabei nicht nur ein Indikator für die ausgezeichnete Förderung junger Athleten im Saarland, sondern wird wohl auch dafür sorgen, dass diese Meisterschaft dem saarländischen Ringsport als ein ganz besonderes Ereignis in Erinnerung bleiben wird. 

 

 

Carolyn Gläsener