28,15,0,50,1
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Im Blog finden Sie aktuelle Berichte und Info's rund um den saarländischen Ringersport.

Kinsinger und Cudinovic verpassen Medaillenränge bei EM-Premiere

Sie sind knapp gescheitert, haben jedoch keinesfalls enttäuscht. Für die beiden saarländischen EM-Debütanten Etienne Kinsinger und Gennadij Cudinovic vom KSV Köllerbach geht ein aufregendes Turnier zu Ende.

Vom 30. April bis 6. Mai tummelten sich Europas Spitzenringer in der russischen Ringerhochburg Kaspijsk (Dagestan), um die die diesjährigen Europameister zu küren. Erstmals wurde hierbei das neue Wiege- und Wettkampfsystem angewandt, bei dem die Sieger an jeweils zwei Wettkampftagen ermittelt wurden. Zuvor mussten die Sportler an jedem Morgen auf die Waage – eine Änderung, die vor allem bei Etienne Kinsinger Respekt auslöste. „Durch diese Regel ist das Gewichtmachen komplizierter und sensibler geworden. Es ist nicht mehr möglich, sich völlig entkräftet auf die Waage zu stellen, die Regenerationszeit ist hierfür zu kurz. Alles in allem hat sich dieses System aber nicht negativ auf meine Leistung ausgewirkt, ich bin zufrieden wie es gelaufen ist“, so der 21-Jährige.
Der Turnierbeginn des griechisch-römisch Athleten verlief allerdings alles andere als optimal. Gleich im ersten Kampf bekam er den Russen Sergey Emelin zugelost, dem er 0:8 unterlegen war. „Ich habe schon oft gegen ihn gerungen und war leider noch nie siegreich. Ich werde aber weiter dafür arbeiten, auch ihn in Zukunft zu besiegen“. Da Emelin souverän ins Finale einzog und später auch Europameister wurde, durfte Etienne an seinem zweiten Wettkampftag wieder in der Hoffnungsrunde kämpfen. Sein Gegner sollte der Ungar Erik Torba sein, den Kinsinger in Dänemark dieses Jahr bereits knapp schlagen konnte. Und an diesem Tag legte der Köllerbacher noch einen drauf, mit einem wahren Feuerwerk zerlegte Kinsinger den Ungarn noch in den ersten drei Minuten technisch überlegen. Durch diesen Erfolg stand der Saarländer bereits im kleinen Finale um die Bronzemedaille am Abend.
Gegen Dato Chkartishvili aus Georgien lieferte sich Etienne Kinsinger ein umgekämpftes Duell, in dem beide Sportler keine Technik an den Mann bringen konnten. Letztendlich entschied die Passivitätsregel über Sieg oder Niederlage. Aufgrund der Kampfrichterentscheidung, dass Etienne im zweiten Abschnitt passiv gestellt wurde, gewann der George mit 1:1 durch die letzte Wertung. „Ein sehr harter Moment für mich. Ich bin der Meinung, dass ich über sechs Minuten gesehen der insgesamt bessere war, aber durch die Regelauslegung hatte ich trotzdem das Nachsehen. Mein Gegner hat das gut ausgenutzt und ich muss mir vorwerfen, keine Technik durchbekommen zu haben. Diese Erfahrung werde ich aber in die nächsten Wettkämpfe nehmen“, so das Resümee des Saarringers. Am Ende steht mit Platz fünf dennoch ein gutes Resultat für den Saarländer und den Deutschen Ringerbund zu Buche, das Mut für die Zukunft macht.
Einen ähnlichen Turnierverlauf sollte Gennadij Cudinovic einige Tage später in Russland erleben. Er bekam als Auftaktgegner den Weißrussen Aliaksandr Hushtyn zugelost, dem er mit 0:5-Punkten nach sechs Minuten unterlegen war. Auch Gennadijs Konkurrent setzte sich im Folgenden durch und zog ins Finale ein, weshalb der 23-jährige Saarringer wie Etienne am zweiten Tag über die Hoffnungsrunde die Möglichkeit bekam, sich für den Bronzekampf zu qualifizieren. Hier stand ihm mit Magomedgadji Nurov ein Sportler aus Mazedonien gegenüber. Keine typische Ringernation auf den ersten Blick, doch der Sportler dahinter hatte es in sich. „In meiner Gewichtsklasse starten fünf bis sechs russische Athleten, die für andere Nationen auftreten“, plädierte der Köllerbacher bereits vor dem Turnier. Nurov zählte zu einen dieser Ringer, weshalb sich Cudinovic auf einen harten Kampf einstellen musste. Doch der Mazedonier erwischte den Deutschen auf dem falschen Fuß, sodass er den Kampf mit einem 11:0 zu seinen Gunsten entschied. Damit war auch für den zweiten Saarländer der Traum von einer Medaille geplatzt. Für den Freistilspezialisten steht am Ende Platz 13 bei seiner EM-Premiere.
Damit haben beide Saarringer trotz der verpassten Medaille ein ordentliches Turnier absolviert und gezeigt, dass sie auch gegen Europa´s Spitzenringer mithalten können. In einem sind sich beide jedoch einig: „Wir werden wieder angreifen und wollen in Zukunft auch mit einer Medaille nach Hause kommen“. Mit dieser Einstellung ist der erste Schritt in diese Richtung sicherlich bereits getan.

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