Die jährliche Mannschaftsrunde ist seit dem vergangenen Samstag für alle saarländischen Vereine beendet.

In dieser Saison schaffte es der KSV Köllerbach, einziger saarländischer Bundesligist, hauchdünn nicht, in die Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft einzuziehen. Im Endklassement belegte der KSV den fünften Rang. Zwar wäre auch eine Teilnahme im Halbfinale im Bereich des Möglichen gewesen, allerdings muss auch die Stärke der vier Vereine anerkannt werden, die in den kommenden Wochen den Titel des deutschen Meisters auskämpfen.

In der 2. Bundesliga West war das Saarland durch vier Vereine vertreten, sodass die Zuschauer in zahlreichen Saarderbys gute Stimmung und hochklassige Ringkämpfe erleben konnten. Der KV Riegelsberg behielt aus saarländischer Sicht mit dem vierten Platz die Nase vorn, dicht gefolgt vom ASV Hüttigweiler auf Rang fünf, die nach mäßigem Saisonstart besonders in der Rückrunde überzeugten. Auch der AC Heusweiler (Siebter) und die Zweite des KSV Köllerbach (Achter) konnten die Matten in vielen Kämpfen als Sieger verlassen.

Sieger der Oberliga Saarland wurde in diesem Jahr die Reserve des KV Riegelsberg, gefolgt von der RG Saarbrücken auf Platz zwei und dem KSV St. Ingbert auf dem dritten Platz. In der Landesliga Saarland triumphierte die dritte Mannschaft des KSV Köllerbach verlustpunktfrei, vor dem KV Riegelsberg III und der RKG Illtal II. Und in der Jugendmannschaftsrunde siegten unsere französischen Ringkampffreunde aus Saargemünd vor dem KV Riegelsberg und dem KSV Köllerbach.

 

Die Zusammensetzung der Ligen, wie es sie 2016 gab, wird es im kommenden Jahr wohl nicht mehr geben. Aufgrund der stetigen Abnahme an Bundeligisten in den vergangenen Jahren strebt der Deutsche Ringer-Bund an, ab der kommenden Saison die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga in einer gemeinsamen Bundesliga zusammenzufügen. Damit würde das Saarland mit dem KSV Köllerbach, dem KV Riegelsberg, dem AC Heusweiler und dem ASV Hüttigweiler insgesamt vier Bundesligisten stellen können. Da jedoch einige Erst- und Zweitligisten diese Umstellung nicht mitmachen möchten, soll parallel eine Profiliga (Deutsche Ringerliga) entstehen, in der sich die dort teilnehmenden Mannschaften selbstständig und losgelöst vom Deutschen Ringer-Bund vermarkten. Ob diese geplanten Umstellungen allerdings wie derzeit geplant umgesetzt werden können, ist zum heutigen Tage noch ungeklärt. Meinungsunterschiede zwischen dem Deutschen Ringer-Bund und der neu gegründeten Deutschen Ringerliga ließen bisher noch keine Einigung über die Saison im Jahr 2017 zu. Die unterschiedlichen Positionen und Meinungen können Sie auf den jeweiligen Homepages des Deutschen Ringer-Bundes und der Deutschen Ringerliga nachlesen.

 

Foto: Iris Bauer