Am ersten Aprilwochenende (01.-02. April) fanden die Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend statt. Der Saarländische Ringerverband nominierte mit Leah Bauer (AC Heusweiler), Sophie Seimetz, Marie-Sophie Both und Tamara Schneider (alle KSV Köllerbach) vier hoffnungsvolle Talente für die Titelkämpfe im sächsischen Thalheim.

 

Begleitet und betreut wurden unsere Ringerinnen von den Trainern Reiner Both und Markus Seimetz, sodass das Saarland mit einer harmonischen und kampfeslustigen Truppe an den Start gehen konnte. Bereits am Freitagnachmittag galt es für die Athletinnen ihr Gewicht auf der Waage zu bringen, um noch am selben Abend die erste Runde im Turnierverlauf zu bestreiten. Dieser erste Wettkampftag stellte sich als eher weniger erfolgreich für die saarländische Garde heraus, da sowohl Marie-Sophie als auch Tamara ihren Kampf nicht gewinnen konnten. Umso erfreulicher ist daher das Endresultat unserer weiblichen Ringer, die im Verlauf des Samstags über sich hinauswuchsen und drei Medaillen gewinnen konnten.

Eine souveräne Vorstellung zeigte Sophie Seimetz bis 40 kg in all ihren drei Vorrundenkämpfen, die sie vorzeitig auf Schulter oder technisch überlegen gewinnen konnte. Im Finale wartete dann mit Celine Mehner eine zwei Jahre ältere und auch bereits international erfolgreiche Sportlerin, gegen die Sophie am Ende knapp mit 2:6 unterlag. Trotzdem zeigte Sophie eine sehr gute Turnierleistung und konnte sich somit über die gewonnene Silbermedaille freuen.

Einen weiteren Vizemeistertitel errang Leah Bauer in der 46 kg-Klasse. Auch sie konnte sich in ihrem Pool durch zwei Schultersiege durchsetzen, und selbst in ihrem engsten Kampf gegen Maren Vornberger aus Württemberg behielt sie mit 4:3 die Oberhand. Somit konnte sich Leah für das Finale qualifizieren. Dort stand ihr mit Lisa Ersel aus Berlin keine geringere als die amtierende Europameisterin und dritte Weltmeisterin gegenüber, gegen die Leah tapfer mithielt, im Endeffekt aber mit 0:10 das Nachsehen hatte. Die Enttäuschung über die Finalniederlage hielt allerdings nicht allzu lange an, denn mit dem Gewinn der Silbermedaille erreichte Leah ihren bisher größten Erfolg.

Tamara Schneider ging in der Gewichtsklasse bis 70 kg an den Start und wollte am Samstagmorgen nach ihrer Auftaktniederlage am Freitag Wiedergutmachung. Dies gelang ihr auch mit zwei hohen Siegen, sodass sie am Mittag sogar um den Einzug ins Finale kämpfen konnte. Gegen Jaqueline Eckrath aus Brandenburg musste sich die Köllerbacherin jedoch geschlagen geben, sodass sie im kleinen Finale um Bronze stand. Dass Tamara diese Medaille unbedingt erreichen wollte, stellte sie eindrucksvoll unter Beweis, indem sie ihre Kontrahentin Deborah Amthor aus Sachsen auf beide Schultern drücken konnte. Somit gewann Tamara mit Bronze die dritte Medaille für das Saarländische Team.

Für Marie-Sophie stand der Einsatz bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften aufgrund einer Fußverletzung lange auf der Kippe, sodass sie nicht mit 100% an dieser Deutschen Meisterschaft teilnehmen konnte. Trotzdem zeigte sich die Saarländerin kämpferisch und konnte sich durch zwei Siege und zwei Niederlagen auf einen respektablen siebten Platz vorkämpfen.

„Mit diesem Ergebnis konnten wir zu Beginn der Meisterschaft natürlich nicht rechnen. Mit drei Medaillen aus vier Startern sind wir überglücklich über die erbrachten Leistungen. Die Mädels haben gut trainiert und sich dieses Ergebnis verdient“, resümierte Reiner Both im Anschluss an die Veranstaltung.

Somit geht die Erfolgsserie der saarländischen Ringer bei Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr weiter, sodass alle Verantwortlichen bisher mehr als zufrieden mit den gezeigten Leistungen sein können. Am nächsten Wochenende (08.-10.04) wollen die Kadetten bei ihren Deutschen Meisterschaften angreifen und ebenfalls möglichst viele Medaillen mit ins Saarland bringen.

                                                                                                                                                    

Etienne Kinsinger