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25,600,60,1,5000,1000,25,2000
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Sensation in Triberg – Frauenauswahl des Saarländischen Ringerverbandes holt DM-Bronze

Es ist die Überraschung schlechthin. Nicht, dass im Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Frauen das Team aus Nordrhein-Westfalen gegen Südbaden ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigte – in Erinnerung wird viel mehr der Gewinn der Bronzemedaille durch die junge saarländische Auswahl im südbadischen Triberg bleiben. Eine wahre Sensation.

Gelang der Mannschaft des SRV in ihren bisherigen Auftritten auf nationaler Ebene nur ein einziger Mannschaftserfolg überhaupt, konnte man sich am 18. November diesen Jahres gleich gegen vier Konkurrenten durchsetzen und so den Sprung auf das Treppchen perfekt machen. „Es ist unglaublich, was unsere Mädels heute erreicht haben. Wir sind als klarer Außenseiter in dieses Turnier gegangen, sind aber in jedem Kampf über uns hinausgewachsen“, berichtete Mannschaftsbetreuerin Cindy Latz nach Abschluss des Finalkampfes. Angeführt von Freistil-Landestrainer Ramiz Karmadja und Nachwuchstrainer des KSV Köllerbach, Markus Seimetz, setzte sich die saarländische Auswahl in ihren ersten drei Vorrundenbegegnungen teilweise erstaunlich hoch gegen die Konkurrenz durch. Zunächst landete das Saar-Team einen 22:8-Erfolg gegen Südbaden II, im Anschluss wurde die stark eingeschätzte Mannschaft aus Berlin mit 22:12 besiegt. Und nach dem 22:9-Erfolg gegen die zweite Mannschaft aus Württemberg war bereits klar, dass die Saarländerinnen um eine Medaille kämpfen werden. Durch die 8:28-Niederlage im letzten Vorrundenduell gegen den späteren Vizemeister aus Südbaden sollte es der Kampf um Platz drei werden. „Vor dem Kampf gegen Südbaden I haben wir alle möglichen Szenarien durchgespielt, wir wären aber nie zu einem Sieg gekommen. Daher haben wir in diesem Duell auch diejenigen Frauen eingesetzt, die bis dahin keinen Kampf gemacht haben“, erzählte Latz im Nachhinein.
Am späten Nachmittag folgte der alles entscheidende Kampf um Bronze. Gegner sollte die Auswahl aus Hessen sein. „Nachdem wir die Aufstellungen gesehen haben, wussten wir, dass das ein ganz knapper Kampf wird. Es gab zwei bis drei Kämpfe, deren Ausgang völlig offen war“, so Trainer Ramiz Karmadja. Einen dieser sogenannten Schlüsselkämpfe bestritt Sasha Schmitt (bis 44 kg), die zwei Mal am Rande einer Schulterniederlage stand. Doch beide Male befreite sie sich wieder aus den Griffen ihrer Kontrahentin Emma Kunkel und legte ihrerseits eine Technik nach der anderen zu einem Punktsieg nach, der dem Team gar drei Mannschaftszähler einbrachte. Und nachdem Sophie Seimetz im anschließenden Kampf bis 48 kg Anna Luliani gar auf beide Schultern beförderte, nahm die Sensation ihren Lauf. Zum finalen 19:13-Mannschaftserfolg trugen Olivia Makuch, Leah Bauer und Rabea Selzer jeweils mit Viererwertungen bei. Die vier verlorenen Kämpfe fielen nicht so hoch aus, sodass der Sieg nicht mehr in Gefahr geraten konnte. „Heute haben wir als Mannschaft hervorragend funktioniert, haben uns alle gegenseitig angefeuert und einfach eine grandiose Teamleistung abgeliefert“, freute sich die diesjährige dritte deutsche Einzelmeisterin Jessica Lindner, die einen Tag zuvor ihren 26. Geburtstag feierte. „Die gewonnene Medaille heute ist natürlich das schönste Geschenk“, so Lindner weiter.
Auch Landestrainer Karmadja zeigte sich begeistert von den Einzelleistungen seiner Schützlinge und deutete an, in Zukunft noch mehr mit den Frauen arbeiten zu wollen: „Wir haben in fast allen Gewichtsklassen sehr junge Ringerinnen aufgestellt, die viel Potenzial haben. Um diese Talente zu fördern, werden wir sie nun öfter in den Trainingsbetrieb an der Sportschule integrieren.“
Die erste gewonnene DM-Medaille für eine saarländische Frauenmannschaft lässt auf weitere Erfolge hoffen – die Sensation in Triberg soll also erst den Anfang der Erfolgsgeschichte im saarländischen Frauenringen darstellen.


Überblick:
Zur 13-köpfigen Mannschaft des Saarländischen Ringerverbands gehörten:

bis 40 kg: Franziska Blaumeiser und Olivia Makuch
bis 44 kg: Zoe Benoit und Sasha Schmitt
bis 48 kg: Sophie Seimetz
bis 53 kg: Jessica Lindner und Evelina Borovik
bis 55 kg: Aleksandra Makuch und Katharina Adams
bis 58 kg: Leah Bauer
bis 63 kg: Rabea Selzer
bis 69 und 75 kg: Tamara Schneider und Frederike Kunz

Trainer: Ramiz Karmadja und Markus Seimetz
Offizielle: Cindy Latz

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