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0,1,0,0,0,30,10,5,0,0,0,10,0,1
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Trotz guter Leistung ausgeschieden – Kinsinger belegt Platz 20 bei WM-Debüt

Als Etienne Kinsinger bei der Weltmeisterschaft am 22. August in Paris auf die Matte ging, lastete kein großer Druck auf ihm. „Trotzdem war ich sehr angespannt und auch nervös, das ist aber auch ganz normal“, so der Saarländer über seine WM-Premiere.

Vor dem Turnier gab Kinsinger als Ziel aus, eine gute Leistung abrufen zu wollen, ganz egal welches Ergebnis dabei herauskommen würde. „Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich trotz guter Leistung dennoch etwas enttäuscht bin. Verlieren tut immer weh, vor allem, wenn der Kampf auch hätte anders ausgehen können“, verrät der Sportler des KSV Köllerbach. Direkt im ersten Kampf erwischte er mit dem starken Russen Stepan Maryanyan, u.a. Gewinner der European Games 2015, alles andere als ein Traumlos. Dennoch versuchte der gebürtige Püttlinger den Kampf offen zu gestalten und den Russen unter Druck zu setzen. „Zu Beginn des Kampfes war ich etwas zu verhalten und bin auch recht schnell mit 0:2 in Rückstand geraten. Im Laufe des Kampfes fand ich dann immer besser in meine Kampflinie und hatte ein bis zwei gute Aktionen, für eine Wende im Kampf reichte es aber leider nicht“. Vor allem der Chance kurz vor Ende des Kampfes trauert der Deutsche nach. Dabei erwischte er bei einem Versuch des Eichhörnchensprungs den Osteuropäer in einem guten Griff, letztendlich konnte er aber kein Kapital aus dieser Situation schlagen. Der Kampf ging mit 2:2 durch die höhere Wertung an Maryanyan, der damit in die nächste Runde einzog. Im weiteren Turnierverlauf scheiterte dieser im Viertelfinale am Japaner Kenichiro Fumita, sodass Kinsinger vorzeitig ausschied und den 20. Platz belegte. „Diese Platzierung erfreut mich sicherlich nicht, aber ich nehme die positiven Erlebnisse und Situationen mit nach Hause. Immerhin konnte ich gegen den späteren Drittplatzierten den Kampf offen gestalten und hätte ihn mit etwas Glück sogar drehen können, das lässt für die Zukunft hoffen“, so der 20-Jährige. Auch Landestrainer Frank Hartmann zeigte sich zufrieden mit dem WM-Debüt seines Schützlings: „Wir wollten in diesem Jahr zeigen, dass wir den sehr schweren Sprung vom Junioren- in den Männerbereich schon gut bewältigt haben. Mit dieser Leistung ist uns das zweifelsfrei gelungen“. Somit reichte es in diesem Jahr zwar noch nicht für eine vordere Platzierung, dennoch hat Etienne Kinsinger unter Beweis gestellt, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist – und dann eventuell wie seine Teamkollegen Frank Stäbler (Weltmeister), Denis Kudla, Aline Focken (beide Vizeweltmeister) und Pascal Eisele (3. Weltmeister) eine Medaille gewinnen kann.

Kinsinger vor WM-Premiere