Bindlach hat es gezeigt: Wer regelmäßig trainiert und hart an sich arbeitet, der hat auch Erfolg und bekommt, was man sich für Geld nicht kaufen kann: Die Anerkennung der Experten und das Bewusstsein, zum Kreis echter Könner zu gehören.

Steven Ecker vom ASV Hüttigweiler und Henrik-Lars Schmitt vom KV Riegelsberg haben sich beim Sichtungsturnier des DRB in Bindlach in blendender Verfassung gezeigt und sich in einem starken Feld durchgesetzt. Es ist kein Zufall, dass die Fleißigsten am Ende auch ganz vorne lagen.
Für mich, der erst seit September Landestrainer der Kadetten im griechisch-römischen Stil ist, war es überreicher Lohn für die bislang geleistete Arbeit. Es gilt nun, die gute Form der beiden bis zur Deutschen Meisterschaft noch auszubauen, denn wie Henner während des Turniers so treffend bemerkte: „Die anderen schlafen nicht!“ Auch Luca Reinshagen (Hüttigweiler), der sich kurz vor Bindlach noch für einen Start in der nächsthöheren 69-kg Klasse entschieden hatte und am Ende auf einem guten vierten Platz landete, hat noch Zeit, seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Qualität ist schon da. Für die nächsten Jahre strebe ich an, dass die Kadettenmannschaft im griechisch-römischen Stil in möglichst allen Gewichtsklassen konkurrenzfähig wird. Dazu muss der Schulterschluss geschafft werden zwischen dem Stützpunkttraining der B-Jugend in Riegelsberg, wo Jurij Kohl und Gerhard Thiel als griechisch-römisch Trainer hervorragende Arbeit leisten, und
dem Olympiastützpunkt in Saarbrücken, wo ab dem Altersbereich der Kadetten (A-Jugend) trainiert wird. Natürlich müssen die Sportler Lust haben, sich in Saarbrücken einzufinden und mitzumachen. Insofern ist hier etwas Werbung für das Stützpunkttraining am Platz...
Wir haben die Infrastruktur: Drei große Matten liegen permanent, ein bestens ausgestatteter Kraftraum befindet sich unmittelbar daneben. Für die Spitzenathleten steht der Olympiastützpunkt mit Ernährungsberatung, Physiotherapie, psychologischer Betreuung etc. zur Verfügung. Eine Schul- und Laufbahnberatung sichert, dass es auch mit der beruflichen Karriere klappt. Wir haben das Know-How und den Spirit: Das Trainerteam bestehend aus Frank Hartmann, Albert Nourov, mir und dem Athletiktrainer Oli Muelbredt arbeitet unentwegt und mit Herzblut daran, unsere Ringer besser zu machen und sie für nationale und internationale Wettkämpfe vorzubereiten.
Unsere Trainingsgruppe zeichnet sich nicht nur durch die ringerische Qualität, sondern auch durch sympathische Typen aus. Der Spaß beim Training kommt also nicht zu kurz. Das alles kostet die Ringer keinen Cent, setzt allerdings eine gewisse Leistungsbereitschaft voraus. Der Olympiastützpunkt steht nicht in Konkurrenz zu den Vereinen, sondern ist auf deren Jugendarbeit angewiesen. Andererseits profitieren auch die Vereine von leistungsstarken einheimischen Ringern. Diejenigen, die auf Wettkämpfen für das Saarland starten, sind UNSERE Ringer. Ich möchte die Trainer und Verantwortlichen in den Vereinen deshalb bitten, vor allem ihren jungen Sportlern Lust auf das Stützpunkttraining zu machen. Für einen starken Ringkampfsport im
Saarland.

Mit sportlichen Grüßen
Jens Wagner