Vom 27. Juni bis 2. Juli fand in Dortmund nach sechs Jahren wieder einmal eine kontinentale Meisterschaft statt. In der Helmut-Körnig-Halle kämpften mit den Junioren die Nachwuchsakteure von Morgen um die begehrten Medaillen.

Als Protagonist aus saarländischer Sicht war Steven Ecker in Dortmund vertreten. Er durfte sich als einziger Saarländer mit Europas Spitzenklasse in dieser Altersklasse messen. Und das, obwohl der Sportler des ASV Hüttigweiler eigentlich noch im Kadettenbereich zu Hause ist. Doch die starke Vorstellung bei der Junioren-DM im Frühjahr mit dem Titelgewinn rechtfertigte die Nominierung des Greco-Bundestrainers (Nachwuchs) Maik Bullmann.
Aufgrund der Tatsache, dass Steven mit seinen 16 Jahren mit Abstand der Jüngste in seinem Teilnehmerfeld war, konnte er befreit aufringen. „Ich werde versuchen, die großen Nationen ein bisschen zu ärgern, vielleicht klappt es ja auch mit einem Sieg“, zeigte sich Steven vor Turnierbeginn zuversichtlich. Doch da der Athlet aus Hüttigweiler als Auftaktgegner den Top-Mann Aliyev aus Aserbaidschan zugelost bekam, wurde die Hoffnung auf einen Sieg sehr gering. Trotzdem kämpfte Steven aufopferungsvoll, die vorzeitige 0:8-Niederlage verhinderte er allerdings nicht. Durch den späteren Finaleinzug des Ost-Europäers durfte Steven in der Hoffnungsrunde sogar ein zweites Mal antreten. Der Gegner: Kociev aus Russland - Das Los war an diesem Tag kein Freund des Saarländers. Trotzdem warf er nochmal alles in diesen Kampf und konnte bei der 0:5-Pleite immerhin ein vorzeitiges Aus abwenden. Zu mehr reichte es allerdings nicht. Nichtsdestotrotz konnte Steven die vorherrschend gute Atmosphäre genießen und Erfahrung für die eventuell noch anstehenden Meisterschaften im Kadettenbereich sammeln.
Neben Steven Ecker als Aktiver waren bei der Heim-EM noch weitere Saarländer im Einsatz. So betreuten die beiden Ärzte Marc Guthoerl und Klaus Johann die Sportler der deutschen Mannschaft in jeglichen medizinischen Fragen. Darüber hinaus wurde Johann auch als offizieller UWW-Arzt eingesetzt, der damit eine wichtige Rolle für alle teilnehmenden Athleten spielte. Zudem engagierten sich der Vize-Präsident Bundesliga, Ralf Diener, gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra, Frauenreferentin Cindy Latz sowie die beiden aktiven Ringer Philipp Köhler und Daniel Piro bei der Organisation dieser Großveranstaltung. So halfen beispielsweise Latz und Köhler im Rahmen des Video-Teams an der Matte, um nötige Challenge-Entscheidungen (Videobeweise) aufdecken zu können.
Aus deutscher Sicht hatte die Europameisterschaft einen schönen und gelungenen Rahmen, mit insgesamt vier Medaillen durch Horst Lehr (VFK Schifferstadt), Lisa Ersel (SV Luftfahrt Berlin), Annika Wendle (ASV Altenheim) und Elena Brugger (TuS Adelhausen) konnte man auch sportlich überzeugen.